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Achtsamkeitswoche "Gemeinsam sind wir stark"

Die psycho-sozialen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie haben zu verstärkter Ängstlichkeit, offenen Aggressionen und zunehmenden Regressionen bei vielen Schülerinnen und Schülern geführt. Das starke Gemeinschaftsgefühl in und die Identifikation mit der Schule haben in den letzten zwei Jahren abgenommen. Diese Entwicklung bestätigten auch die Rückmeldungen aus der Elternschaft, die sich ebenso wie das pädagogische Personal der Schule große Sorgen um die Umgangsformen der Kinder untereinander und gegenüber Erwachsenen machten. Durch den Ausbruch des Krieges zwischen Russland und der Ukraine entstanden weitere Verunsicherungen und wachsende Konfliktpotenziale innerhalb der Schülerschaft.

Ziel

Die psycho-sozialen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie haben zu verstärkter Ängstlichkeit, offenen Aggressionen und zunehmenden Regressionen bei vielen Schülerinnen und Schülern geführt. Das starke Gemeinschaftsgefühl in und die Identifikation mit der Schule haben in den letzten zwei Jahren abgenommen. Diese Entwicklung bestätigten auch die Rückmeldungen aus der Elternschaft, die sich ebenso wie das pädagogische Personal der Schule große Sorgen um die Umgangsformen der Kinder untereinander und gegenüber Erwachsenen machten. Durch den Ausbruch des Krieges zwischen Russland und der Ukraine entstanden weitere Verunsicherungen und wachsende Konfliktpotenziale innerhalb der Schülerschaft.

Zielgruppe

Die Achtsamkeitswoche "Gemeinsam sind wir stark!“ richtete sich an alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1-6 sowie an die zwei Willkommensklassen der Peter-Pan-Grundschule; außerdem an alle Pädagoginnen und Pädagogen sowie an interessierte Eltern.

Umsetzung

Die Jugendsozialarbeiter:innen des Trägers GSJ und eine Praxissemesterpraktikantin initiierten eine Achtsamkeitsswoche, in der dank vieler engagierter Lehrkräfte und Erzieher:innen fächerübergreifende Angebote zum Motto „Gemeinsam sind wir stark!“ und zahlreiche Räume zum Miteinander-Reden entstanden.

Für ein wohlwollendes und konstruktives Miteinander in der Schule beschäftigten sich die Schüler:innen mit den Themen Freundschaft, Zusammenhalt und Frieden. An jedem Tag der Woche gab es eine Schwerpunktfrage z.B.: „Was macht eine Freundschaft für dich aus?“ Oder: „Was bedeutet Fairness für dich?“ Diese Fragen übermittelten die Sozialpädagoginnen auch den Eltern – so konnten sich die Kinder sowohl in den Familien als auch in der Schule darüber austauschen.

Die Jahrgänge 1 und 2 malten und bastelten was das Zeug hielt. Dabei entstanden tolle Freundschaftscollagen. Beim Entspannungsyoga übten sich die Kinder darin, Ruhe zu finden. Begeistert haben die Schüler:innen im Verlauf der Woche außerdem Lieder über den Frieden gesungen und Tänze eingeübt.

In den Fächern Deutsch und Sachkunde ergründeten die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 3 und 4 die Bedeutung verschiedener Friedenssymbole und lernten ihre Herkunft kennen. Außerdem durften sich die dritten Klassen bei freundschaftlichen, fairen Spielen im SportJugendClub Marzahn einmal so richtig austoben und nach Regeln rangeln.

Die Klassen 5 und 6 absolvierten das beliebte Quizspiel „Jeopardy“ mit Kategorien und Aufgaben der besonderen Art. Sie zielten darauf ab, das Miteinander im Klassengefüge zu stärken und gegenseitige Rücksichtnahme zu üben. Im Kunstunterricht entstanden zahlreiche kleine und große Meisterwerke zum Thema Freundschaft oder Frieden.

Ein besonderes Highlight für die 4.-6. Klassen war das Angebot der Sportlehrkräfte, die einen Turniertag „Zwei-Felder-Ball und Fußball“ organisierten und mit Blick auf einen fairen Spielverlauf durchführten. Neben dem Hauptpreis gab es einen Fairness-Pokal zu gewinnen. Trotz wieder entdecktem Ehrgeiz, viel Power und großem Siegeswillen der Kontrahentinnen und Kontrahenten wollten die meisten Teams auch letzteren ihr eigen nennen. Das sorgte für eine spannende, ausgelassene und fröhliche Spielatmosphäre.

Positive Wirkungen

Es tat allen Beteiligten gut, sich in der Gemeinschaft und sichtbar mit einem gemeinsamen Projekt auseinanderzusetzen. Das Engagement, der Ideenreichtum und die Flexibilität des pädagogischen Personals waren beeindruckend. Das Interesse vereinzelter Eltern motivierend. Das gemeinsame Lachen, die kreativen Ergebnisse, der in die Tiefe gehende Austausch über wichtige, wertebasierte Themen des Miteinanders zwischen Schüler:innen und pädagogischen Fachkräften war bewegend. Insbesondere in der Schuleingangsphase entstand eine von Wertschätzung geprägte, friedliche Atmosphäre an der Schule. Die positiven Erinnerungen werden weiterhin aktiviert und gestärkt, denn eine Abstimmung über das schönste Plakat der Klassen 1-6 steht noch bevor und das Gewinner-Plakat wird auf dem Hausaufgabenheft 2022/23 erscheinen. Außerdem werden alle Plakate in den Schulgebäuden ausgehängt.

Herausforderungen

Es war die erste Achtsamkeitswoche und das erste Mal, sich über einen Zeitraum von einer Woche an der gesamten Schule mit einem gemeinsamen Thema auseinanderzusetzen und dabei auch die Elternschaft zu mobilisieren. Die Planungsphase war sehr kurz (ab Februar 2022). Alle Beteiligten sind fehlerfreundlich an die Woche herangegangen und haben sich Zeit für die Evaluation genommen, um die Konzeption und Durchführung zukünftiger Themenwochen optimieren zu können.

Erstelldatum: Juni 2022

Projektträger
GSJ Berlin

Schule
Peter-Pan-Grundschule

Ansprechpersonen
Lydia Dahlke (Schulsozialarbeiterin)

Telefon: 030 / 93 66 83 69
E-Mail: dahlke(at)gsj-berlin.de

E-Mail: info(at)stiftung-spi.de Telefon: 030 459793-0