Temporäre Lerngruppe

Temporäre Lerngruppe

Das Projekt der temporären Lerngruppe wurde im Jahr 2012 auf Initiative der Schulleitung und der Sozialpädagogik an der Röntgen-Schule in Kooperation mit der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH entwickelt. Schüler/innen der Klassenstufe 7 sollen bei wiederholt oder anhaltend schuldistanziertem Verhalten rechtzeitig eine intensive Förderung in einer temporären Lerngruppe erhalten. Ziel ist eine erfolgreiche Reintegration in die Regelklasse.

Der Sozialpädagoge aus dem Landesprogramm übernimmt eine koordinierende Funktion und ist eine wichtige Schnittstelle zwischen den inner- und außerschulischen Partnern bei der Umsetzung der temporären Lerngruppe. Das Projekt startete mit dem Schuljahr 2013/2014 und durchläuft aktuell das fünfte Schuljahr.

Zielgruppe

Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern der Klassenstufe 7 der Röntgenschule, die bereits seit ihrer Grundschulzeit aus verschiedensten Gründen aktiv oder passiv schuldistanziert sind.

Ziel des Projekts

Ziel ist es, dass bereits schuldistanzierte Schüler/innen tragbare Mitglieder der Schulgemeinschaft bleiben bzw. werden. Besonders in der Phase des Schulwechsels und der Pubertät soll sich das schuldistanzierte Verhalten nicht weiter manifestieren oder zu delinquentem Verhalten führen.

Die Herausnahme aus der Klasse soll es ermöglichen, eingefahrene und bekannte Verhaltensmuster zu durchbrechen. Familie und Kinder werden sehr deutlich mit ihrer Situation konfrontiert und bekommen klare Impulse für ihre weitere Entwicklung.

Eltern, Schülerinnen und Schülern werden positive Schulerfahrungen ermöglicht und ein Raum für individuelle Nachreifung geboten. Die Förderung der persönlichen und emotionalen Entwicklung ist dabei ein wichtiger Baustein, bevor schulische Leistungsdefizite aufgeholt werden können.

Veränderungen des Verhaltens können in der Kleingruppe gut geübt werden. Eltern und Familie werden miteinbezogen, so dass eine ganzheitliche Sichtweise des gesamten familiären Systems möglich ist.

Positive Veränderungen

Die Schüler/innen können im Klassenverband an erlebte Erfolge anknüpfen. Das Lehrerkollegium bekommt im Rahmen des Projekts eine ganzheitliche Sicht auf die Schüler/innen, deren positive Verhaltensweisen hervortreten. Eltern bauen Schwellenängste zur Schule ab und bekommen eine Idee, wie sie ihre Kinder unterstützen können.

Stolpersteine

Die Finanzierung war im ersten Jahr nur durch Stiftungsgelder möglich. Zu Beginn des Projekts hatten Eltern und Schüler/innen viele Vorbehalte. Die Wertschätzung für die Arbeit musste erarbeitet werden. Die Schüler/innen fühlten sich zunächst abgeschoben statt unterstützt.

Die Problemlagen einzelner Schüler/innen waren so vielfältig, dass eine Beschulung in einer Kleingruppe nicht ausreichte. In diesem Zusammenhang musste sich zunächst das Team zusammenfinden und konzeptionelle Umstellungen entwickeln. Dieser Prozess beanspruchte einige Zeit, nach der eine sichere Basis für die herausfordernde Arbeit wuchs.

Ansprechperson
Paul A. Kleinert

Telefon: 030 290276416
E-Mail: foerderloewenstein( at )yahoo.de