Zwei Mädchen vor Plakat  mit Berufsbezeichnungen

Meine Zukunft

Das Projekt „Meine Zukunft“ gibt es an der Elbe-Grundschule in Berlin-Neukölln seit dem Jahr 2010. Es findet einmal jährlich im Zeitraum von drei Tagen von 8:30 bis 13:30 Uhr statt. Im Anschluss werden zwei bis drei Betriebsbesuche pro Klasse durchgeführt.

Zielgruppe

Das Projekt richtet sich an alle Schüler/innen der Klassenstufe 6 und an deren Eltern.

Ziel

Ziel ist, dass die Schüler/innen sich bereits in der Grundschule einmal mit dem Thema „Zukunft und Beruf“ auseinandergesetzt haben. Eignen sie sich früh das Wissen über die Voraussetzungen für ihre Wunschberufe an, kann sie das befähigen, realistische Perspektiven – auch hinsichtlich ihrer Wahl der weiterführenden Schule – zu entwickeln. Zudem ist die Erkenntnis des Zusammenhangs zwischen den schulischen Leistungen und dem angestrebten Schulabschluss sehr wertvoll für die Schüler/innen, um sich der eigenen Verantwortung bewusster zu werden. Ein weiteres Ziel ist die Wissenserweiterung der Eltern bezüglich des deutschen Schulsystems ab Jahrgangsstufe 7.

Umsetzung

Im Projekt der Schulsozialarbeiter/innen reflektieren die Schüler/innen die eigenen Berufsvorstellungen bzw. -wünsche und erarbeiten Anforderungsprofile durch Interviews und Recherchen, wobei den „Soft Skills“ besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Im Vorfeld bearbeiten die Schüler/innen einen Fragebogen, der Wünsche an die Zukunft, Berufswünsche und das Wissen über Berufe und deren Anforderungen erfasst. Die Ergebnisse werden für die Vorbereitung und Organisation der Projekttage genutzt. Zudem wird ein Interessenstest als Grundlage für die Auswahl der ehrenamtlichen Berufspaten in Kooperation mit „Berliner Schulpate e. V.“ durchgeführt.

Ablauf

Am ersten Projekttag wird anhand einer Bewertungsskala die Selbsteinschätzung der Schüler/innen bezüglich ihrer Kenntnisse der Anforderungen ihrer Wunschberufe abgefragt. Im Anschluss werden die Ergebnisse der Fragebögen präsentiert sowie gemeinsam mit den Schülerinnen, Schülern und ihren Klassenlehrer/innen diskutiert. Der zweite Teil des Tages wird einem Stadtspiel gewidmet, bei dem die Schüler/innen Passanten im Umfeld der Schule nach ihren Berufen, Schulabschlüssen, den dafür wichtigen Schulfächern und Sozialkompetenzen befragen.

Die Informationen des Stadtspiels werden am zweiten Tag nach den Kategorien Beruf, Abschluss und Sozialkompetenzen ausgewertet. Hierauf folgt eine Auseinandersetzung mit der Bedeutung der sozialen Kompetenzen für den schulischen und beruflichen Werdegang. Anschießend beschäftigen sich die Schüler/innen in Gruppen mit ihren im Vorfeld angegebenen Traumberufen und erstellen ein Plakat. Diese Plakate werden ausgestellt und durch die Schüler/innen den jeweils anderen Gruppen vorgestellt. Zu dieser Ausstellung der Plakate werden auch die Eltern eingeladen.

Am letzten Tag findet die „Berufe-Stunde“ mit ehrenamtlichen Berufsvertreterinnen und -vertretern statt. Die Schüler/innen haben hierbei die Gelegenheit, in Gruppen den Beruf des/der Ehrenamtlichen kennenzulernen. Den Abschluss der Projekttage bildet die erneute Abfrage der Selbsteinschätzung der Schüler/innen anhand einer Bewertungsskala.

Herausforderungen

Die frühzeitige Planung der Projekttage mit allen Mitwirkenden ist zwingend erforderlich, zeitaufwendig und manchmal schwer zu realisieren.

Positive Veränderungen

Die Auseinandersetzung mit der schulischen und beruflichen Perspektive  ist bei den Schülerinnen, Schülern und ihren Eltern angeregt. Durch die abgefragten Selbsteinschätzungen der Schüler/innen zu Beginn und Abschluss der Projekttage zeigt sich, dass die Schüler/innen eine deutlich realistischere Sichtweise auf ihren Wunschberuf und ihren Weg dorthin gewonnen haben. Es kommt mitunter auch zu Veränderungen hinsichtlich der Berufswünsche. Die Bedeutung sozialer Kompetenzen in allen Berufszweigen erstaunt die Schüler/innen – und führt zumindest zu „guten Vorsätzen“.

Schüler befragen eine Passantin nach ihrem BerufSchüler befragen eine Passantin nach ihrem Beruf
Schüler befragen eine Passantin nach ihrem BerufSchüler befragen eine Passantin nach ihrem BerufBeim Anfertigen der Plakate für die AusstellungBeim Anfertigen der Plakate für die AusstellungBei der Berufe-StundeBei der Berufe-Stunde

Projektträger
Aspe e. V.

Schule
Elbe-Schule (Grundschule)
      

Ansprechpersonen
Sahbi Achour und Yurdagül Güven

Telefon: 030 89393287
E-Mail: die-insel( at )aspe-berlin.de