Deckblatt „Anti-Corona-Langeweile-Heft“

„Anti-Corona-Langeweile-Heft“

Die Projektidee entstand  im Frühjahr 2020 während der coronabedingten Schulschließungen und der schrittweisen Lockerungen. Für die Schüler:innen der Schule am Stadtrand und der Grundschule am Wasserwerk waren die Kontaktbeschränkungen sowie der Wechsel zwischen Notbetreuung und Homeschooling purer Stress. Es fehlte ihnen oft an Zuversicht und Motivation. Aus diesem Grund wollte die Jugendsozialarbeit etwas positive Abwechslung in den sorgenvollen Schulalltag bringen.

Es entstand die Idee, ein „Anti-Corona-Langeweile-Heft“ zu gestalten.

Ziele

Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern in Form des Heftes Anregungen und Tipps gegen Langeweile während des Lockdowns zu geben: So füllten Rezepte, Rätsel und Ausmalbilder das Heft ebenso wie Bastelanregungen, eine „7-Tage-Challenge“ und ein Gewinnspiel. Dies motivierte die Schüler:innen und brachte ihnen Freude. Außerdem bot das Heft eine gute Möglichkeit, mit den Schülerinnen und Schülern in Kontakt zu bleiben und auf Online-Hilfsangebote aufmerksam zu machen. Auf diese Weise blieb das Team der Jugendsozialarbeit als Ansprechpartner durchgehend präsent.

Zielgruppe

Das Projekt richtete sich an Schüler:innen der 1.- 6. Klasse der Grundschule am Wasserwerk und der 7.- 10. Klasse der Schule am Stadtrand (Förderzentrum).

Umsetzung

Die Produktion der beiden Heftteile nahm ca. drei Wochen Arbeitsaufwand in Anspruch: Ideen sammeln und entwerfen, vorzeichnen, drucken und zusammentackern - ganz einfach gesagt. Nach Fertigstellung des Heftes wurde der erste Teil in allen Klassen verteilt oder an Lehrer:innen weitergegeben. Zwei bis drei Wochen später wurde der zweite Teil verteilt. Zum Gewinnspiel gab es eine Einsendefrist. Die ersten drei Einsendungen erhielten eine kleine Belohnung, spätere Einsendungen bekamen einen Trostpreis.

Positive Wirkungen

Es wurden insgesamt über 200 Exemplare verteilt. Die Hefte begeisterten insbesondere die 1.- 4. Klassen der Grundschule und die 4.- 7. Klassen des Förderzentrums. Einige Schüler:innen zeigten stolz ihre Lösungen und Ausmalbilder. Vor allem das Gewinnspiel war ein großer Erfolg.

Bilanzierend bleibt festzuhalten, dass auf der Basis des „Anti-Corona-Langeweile-Heftes“ die Jugendsozialarbeit weitgehend den Kontakt mit den Kindern und Jugendlichen aufrechterhalten und nach Schulöffnung schnell in der Beziehungsarbeit anknüpfen konnte.

Durch das positive Feedback der Schüler:innen und der Lehrkräfte wurde das Team außerdem motiviert, ein drittes Heft herauszubringen.

Herausforderungen

Die Umsetzung des Heftes barg insoweit Schwierigkeiten, als dass die Jugendsozialarbeit nicht auf die notwendige, zeitsparende Technik zugreifen konnte und vieles mehrfach drucken, einscannen und selbst entwerfen musste. Dies brachte jedoch auch positive Effekte mit sich: Statt eines Farbdrucks entstand ein Schwarz-Weiß-Heft, was den Schülerinnen und Schülern ermöglichte, Bilder und Mandalas farbig auszumalen.

Die zweite Herausforderung stellte die Auswahl des Inhaltes dar. Denn es galt abzuwägen, ob der Inhalt für beide Schularten, Grundschule und Förderzentrum,  adäquat ist. Da das Heft schulübergreifend ausgeteilt werden sollte, hielt die Jugendsozialarbeit das Heft recht simpel und einfach. So wurde niemand benachteiligt.

Zu den Heften

Ansprechperson
Justine Winkler

E-Mail:jwinkler( at )g-casablanca.de