Kinder vor dem Smartphone

Aktuelles

In dieser ungewöhnlichen Zeit des eingeschränkten Schulbetriebs aufgrund der Corona-Pandemie benötigen viele Kinder, Jugendliche und Familien die Unterstützung der Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen ganz besonders. Vor allem wenn die häusliche Unterstützung nicht ausreichend ist und der Kontaktabbruch oder eine Kindeswohlgefährdung droht, ist die Jugendsozialarbeit eine wichtige Vermittlerin.

Die Träger der Jugendhilfe im Programm „Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen“ stimmen mit diesem Fokus die Bedarfe und die Aufgaben der Jugendsozialarbeit weiterhin in regelmäßigen Abständen im Träger und mit der Schulleitung ab.

Bei (vermuteten) Kindeswohlgefährdungen und bei virtueller Schuldistanz sind die Schulen häufig auf ergänzende Unterstützung angewiesen, z. B. in Form von Beratung und Kontaktaufnahme zu weiteren Hilfesystemen durch die Jugendsozialarbeit. Die enge Zusammenarbeit mit Schulleitung und Lehrkräften und die Erreichbarkeit per Telefon, E-Mail oder anderen (digitalen) Formaten sind daher momentan von besonderer Bedeutung.

    Aktuelle Beispiele der Unterstützung durch die Jugendsozialarbeit

    • Jugendliche, Kinder und Familien sowie Lehrkräfte und Kooperationspartner/innen telefonisch, per E-Mail oder über andere (digitale) Formate beraten
    • Kontaktdaten und Angebote der Jugendsozialarbeit, u. a. auf der schulischen Internetseite veröffentlichen und telefonische Sprechstunden bekannt geben
    • Kontakt zu Kindern und Familien persönlich halten z. B. durch Einzelspaziergänge, Haus- oder Wohnblockbesuche
    • Zwischen Familien und Schule vermitteln, u. a. zu Fragen zur Notbetreuung
    • Jugendliche zu aktuellen Themen wie „Richtig streiten“ oder „Zuhause Lernen – aber wie?“ beraten, z. B. mittels Blog der Jugendsozialarbeit
    • In Kontakt bleiben mit den Schülerinnen, Schülern und Eltern, z. B. mit Grußkarten per Post oder Newsletter per E-Mail
    • Digitale Tipps, z. B. Verweis auf NummergegenKummer
    • Soziales Lernen oder Klassenrat als Online-Angebot
    • Kinderyoga-Video zum Mitmachen gestalten und verbreiten

    Ergebnisse einer Abfrage an Schulen

    Eine erste Abfrage, die an 45 Integrierten Sekundarschulen und an 41 Beruflichen Schulen durchgeführt wurde, ergab, dass die sozialpädagogischen Fachkräfte in der Ausnahmesituation der Schulschließung und des eingeschränkten Schulbetriebs in höchstem Maße flexibel reagierten. Sie passten ihre Angebote in kürzester Zeit an die veränderten Rahmenbedinungen an und setzen erforderliche Maßnahmen erfolgreich um.

    Zu den Ergebnissen der Abfrage an Integrierten Sekundarschulen (PDF, 776 KB)
    Zu den Ergebnissen der Abfrage an Beruflichen Schulen (PDF, 640 KB)

    Praxisbeispiele

    Entdecken Sie weitere Einblicke in die Praxis der Jugendsozialarbeit (auch in Nicht-Corona-Zeiten).
    Zu den Einblicken in die Praxis

    digital sozial

    Hier finden Sie Praktische (Link-)Tipps für die Jugendsozialarbeit.
    Zur Rubrik digital sozial