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Programmagentur Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen
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Wo sind die Schulen?

Programmbeschreibung

Die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft (bis 2011: Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung; bis 2007: Bildung, Jugend und Sport) hat im Jahr 2006 ein ESF-Programm initiiert, um Jugendsozialarbeit an Berliner Hauptschulen sowie seit Februar 2007 an Berliner Schulen mit sonderpädagogischem Förderbedarf verstärkt zu etablieren. Mit den für 2009 eingestellten Haushaltsmitteln wird das Programm auf Grundschulen und berufliche Schulen ausgedehnt. Seit dem Schuljahr 2010/11 werden die Stellen der Jugendsozialarbeit an den Hauptschulen im Rahmen der Schulreform an den Integrierten Sekundarschulen weitergeführt. Mit dem Senatsbeschluss zur Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepaketes (BuT) werden für das Programm ab dem Schuljahr 2011/12 zusätzlich 77 Stellen für Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen bereitgestellt. Neben weiteren Berliner Grundschulen, Integrierten Sekundarschulen und beruflichen Schulen erhalten als neue Schulart auch einige Gymnasien eine Stelle der Jugendsozialarbeit. An zwei dieser Schulen werden seit dem Schuljahr 2011/12 zwei Stellen zur Umsetzung des Programms Dienstkräfte des Landes Berlin eingesetzt, an einer Grundschule und an einem Gymnasium. Darüber hinaus konnten durch die Vergabe von neun der 77 BuT-Stellen für „Jugendsozialarbeit mit besonderen Aufgaben“ Projekte zur Schulverweigerung und zur beruflichen Orientierung sowie Unterstützungsangebote für Schüler/innen aus Sinti- und Roma-Familien zusätzlich etabliert werden.

Die Finanzierung des Programms „Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen“ erfolgt ab dem Jahr 2014 ausschließlich aus Mitteln des Berliner Landeshaushaltes.

Mit dem Programm „Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen“ sollen vor allem benachteiligte Schülerinnen und Schüler bei der Bewältigung schulischer Anforderungen unterstützt werden. Ziele sind, die Lernmotivation zu fördern und das Selbstbewusstsein zu stärken, der Abbau von Schuldistanz und die Stärkung der Erziehungsverantwortung der Eltern sowie die Öffnung der Schulen in den Sozialraum. Kern des Programms ist das „Tandem-Prinzip“ in allen Bereichen: eine intensive und systematische Kooperation von Schule und Jugendhilfe im Sinne einer gemeinsamen Verantwortung für die Entwicklung und den Schulerfolg der Schülerinnen und Schüler.

Jugendsozialarbeit als Bestandteil von Schule kann bei der Bewältigung dieser wachsenden Herausforderungen unterstützend tätig werden, um die sozialen und persönlichen Benachteiligungen von Schüler/innen auszugleichen. Die organisatorisch wie methodischen Zugänge und gemeinwesenbezogenen Vernetzungsstrukturen der Jugendsozialarbeit fördern den Bezug zum sozialen und personalen Lernen, verknüpfen Lern- und Lebenswelten und erschließen außerunterrichtliche Lernpotenziale. mehr Info

Jugendsozialarbeit an Berliner Integrierten Sekundarschulen

Nach Abstimmung mit den regionalen Schulverwaltungen und den bezirklichen Jugendämtern begannen im Jahr 2006 Sozialarbeiter/innen (1 Stelle pro Schule) an ausgewählten Hauptschulen in Berlin mit der Jugendsozialarbeit. Freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe kooperieren mit diesen Hauptschulen. Seit dem Schuljahr 2010/11 werden die Stellen der Jugendsozialarbeit an den Hauptschulen im Rahmen der Schulreform an Integrierten Sekundarschulen weitergeführt. mehr Info

Jugendsozialarbeit an Berliner Förderzentren

Die regionale Schulverwaltung hat in Abstimmung mit den bezirklichen Jugendämtern Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt ausgewählt, die im Rahmen dieses Programms durch Angebote der Jugendsozialarbeit unterstützt werden sollen. Seit Februar 2007 sind Sozialarbeiter/innen (0,5 Stelle pro Schule) von Trägern der Kinder- und Jugendhilfe an Förderzentren in ganz Berlin eingesetzt. mehr Info

Jugendsozialarbeit an Berliner Grundschulen

Zum Schuljahr 2009/10 konnte das Programm durch eingestellte Haushaltsmittel auf Berliner Grundschulen ausgedehnt werden (1 Stelle pro Schule). Die Auswahl von Grundschulen in sozialen Brennpunkten erfolgte in enger Abstimmung mit den Bezirken und regionalen Schulverwaltungen, welche unter Einhaltung der Kriterien (mind. 40% Schüler/innen nicht deutscher Herkunftssprache und/oder Lernmittelbefreiung) mit der Entscheidung für geeignete Schulen und Träger eigene Planungen schulbezogener Jugendsozialarbeit verwirklichen konnten. mehr Info

Jugendsozialarbeit an Berliner beruflichen und zentralverwalteten Schulen

Mit der Erweiterung des Programms auf berufliche und zentralverwaltete Schulen wurde zum Beginn des Jahres 2009 begonnen, wobei eine schrittweise Erhöhung der Stellen erfolgt ist. mehr Info

Jugendsozialarbeit an Berliner Gymnasien

Mit der Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepaketes wurde vom Berliner Senat beschlossen, einige der neuen Stellen im Programm an Gymnasien mit der entsprechenden Bedarfslage zu vergeben. Damit konnte seit dem Schuljahr 2011/12 eine weitere Schulart ins Programm „Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen“ aufgenommen werden. mehr Info

Jugendsozialarbeit mit besonderen Aufgaben

Aufgrund der besonderen Bedarfslage werden seit dem Schuljahr 2011/12 weitere Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket im Auftrag der Senatsverwaltung für neun Stellen der Jugendsozialarbeit mit besonderen Aufgaben eingesetzt. Die Sozialpädagogen/innen dieser Zusatzprojekte unterstützen dabei schwerpunktmäßig Schüler/innen aus Sinti- und Roma-Familien in den Bezirken Mitte, Neukölln, Friedrichshain-Kreuzberg und Spandau, den Bereich Schuldistanz in den Bezirken Lichtenberg, Pankow und Tempelhof-Schöneberg sowie den Bereich der beruflichen Orientierung im Bezirk Neukölln.

Im Rahmen der „Sofortmaßnahme Flüchtlinge“ werden zunächst vom 01.08.2015 bis zum 31.12.2015 weitere 26 Stellen für Jugendsozialarbeit bereitgestellt, um Kinder mit Fluchterfahrung bei ihrem Ankommen an den Berliner Schulen zu unterstützen.

Jugendsozialarbeit im Rahmen des Bonus-Programms

Zum 01.02.2014 startete das Bonus-Programm der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft für Schulen mit einer hohen sozialen Belastung. Entscheidet sich die Schule im Bonus-Programm für eine (zusätzliche) Stelle der Jugendsozialarbeit, können die bewährten Strukturen und Standards des Landesprogrammes „Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen“ genutzt werden.

Mit dem Start des Bonus-Programms nutzten viele Schulen aus dem Landesprogramm dieses zusätzliche Budget zur personellen Aufstockung ihrer Jugendsozialarbeit. Bei gesplitteten Stellen erweiterten einige Sozialpädagogen/innen ihren Stundenumfang. Diese zusätzlichen Kapazitäten erleichtern die Planung und Durchführung von Angeboten und Projekten, die im schulischen Alltag aufgrund fehlender Ressourcen bisher nicht umgesetzt werden konnten. Die neu eingestellten Sozialpädagogen/innen können bestehende Kooperationsbeziehungen und Angebotsstrukturen inner- und außerhalb der Schulen nutzen und erweitern.

Programmagentur

Die Stiftung SPI hat zur Umsetzung eine Programmagentur eingerichtet, die das Programm betreut, fachlich steuert, im Antragsverfahren berät und die Mittel an freie Träger der Jugendhilfe durch Vertrag weiterleitet.