Zwischenergebnisse
Ergebnisse aus dem ESF-Programm „Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt“
- Programmjahr 2008
- Informationen über den aktuellen Stand des Programms sowie eine Übersicht über die teilnehmenden Träger an den Förderschulen im Programmjahr 2008 sind hier zusammengestellt.

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- Programmjahr 2007
- Bedingt durch den begrenzten Stellenumfang (1/2 Stelle pro Schule) bedarf es der besonderen Organisation der inhaltlichen und strukturellen Einbindung der Jugendsozialarbeit in die Schule. Die Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Berufsorientierung, soziale Kompetenzförderung und Aufbau externer Kooperationen.
- Insgesamt ist festzustellen, dass die Bereitschaft zur Kooperation durch die Schaffung entsprechender Vermittlungs- und Vernetzungskompetenzen sowohl bei den Förderschulen als auch bei den Trägern besteht und sich daraus auch sukzessive eine entsprechende regionale und damit schulstandortintegrierte Zusammenarbeit entwickelt, die den Anforderungen präventiver, unterstützender und krisenintervenierender Jugendsozialarbeit gerecht wird.
Die Zielstellungen für das erste Programmjahr sind hier zusammengestellt.

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Die Umsetzung des Programms an den 51 Förderschulen im Jahr 2007 lässt sich – so in den Quartalsberichten der Jugendsozialarbeiter/innen geschildert – folgendermaßen näher beschreiben.
- 1. Verortung und Etablierung von Jugendsozialarbeit an Förderschulen
- Der Aufbau interner Arbeitsstrukturen stand im Mittelpunkt der Aktivitäten zu Beginn des Programms an allen Förderschulen. Zu den Herausforderungen am Anfang gehörte die Verortung der Jugendsozialarbeit an der jeweiligen Schule, gemeint ist hier die Definition und Abgrenzung der Aufgabenbereiche der Sozialarbeiter/innen (auf einer halben Stelle) sowie die Schaffung der organisatorischen Rahmenbedingungen (eigener Raum mit Telefon, PC und Internetanschluss).
- Um die Sozialarbeiterin bzw. den Sozialarbeiter und die jeweiligen Angebote an den Förderschulen zu etablieren, erfolgten Vorstellungsrunden in Schulgremien, in den einzelnen Klassen und auf Elternabenden.
- 2. Angebote für Schülerinnen und Schüler
- Die bei der Jugendsozialarbeit am häufigsten abgerufenen Angebote bezogen sich auf die Verbesserung der sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Dazu zählen:
- Beratungen von Schüler/innen, Lehrer/innen und Eltern bei „Auffälligkeiten“,
- kontinuierliche Betreuung der Einzelfälle,
- Vermittlung an externe Dienste und Träger sowie
- Gruppenangebote im Unterricht oder nach dem Unterricht zum „Sozialem Lernen“, in Form von Aggressivitäts- und Antigewalttraining etc.
Die Umsetzung des Ziels, die Berufsorientierung zu verbessern bzw. die Ansätze der Schulen dabei zu unterstützen, erfolgte auch in Form individueller Ansprachen und/oder in Form von Gruppen-Angeboten. Dabei handelt es sich um:
- die Unterstützung von Aktivitäten und Ansätzen der Berufsorientierung in Schule und Unterricht,
- die individuelle Beratung, die Abklärung der Möglichkeiten und Perspektiven im Einzelfall,
- den Einbezug von Experten, von externen Zuständigen wie z.B. der Reha-Beratung durch die Arbeitsagentur (dies gilt es noch weiter zu verbessern),
- den Ausbau der Ansätze zum praktischen Lernen sowie
- Praktikaakquise und Praktikabegleitung.
Insbesondere die Aktivitäten im Bereich der Berufsorientierung, die auf Praxiserfahrungen abstellen, werden auch vermehrt für schuldistanzierte Schüler/innen genutzt, um diese in den schulischen Alltag zu (re)integrieren.
- 3. Angebote für Eltern
- Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt wurde an fast allen Schulen auf die Elternarbeit gelegt. Im Vordergrund steht hier aktuell der Einbezug der Eltern im Rahmen der Einzelfallarbeit mit den Schüler/innen. Dazu zählen u. a. Beratungsgespräche an der Schule oder Hausbesuche, die Vermittlung der Eltern an andere Fachdienste sowie gemeinsame Hilfekonferenzen unter Einbezug der zuständigen Klassenlehrer/innen und Fachkräften der Jugendhilfe.
- Aber auch „anlassfreie“ Angebotsformen wie offene Beratungsangebote und Sprechstunden, Elterncafes oder thematische Informationsveranstaltungen bis hin zu sog. Elterntrainings finden bereits an einigen Schulen statt, sind in Planung bzw. werden von den Jugendsozial-arbeiter/innen unterstützt.
- 4. Netzwerkarbeit
- All diese Aktivitäten und Angebote bedürfen der Unterstützung von „außen“ und „innen(!)“. Die Ausstattung der Förderschulen mit 0,5 Stellen zusätzlicher Sozialarbeiter/innen befördert somit die Notwendigkeit zu verstärkter Kooperation innerhalb und außerhalb von Schule. Von daher bildet die Netzwerkarbeit einen großen Schwerpunkt der Jugendsozialarbeit an allen Förderschulen. Der Einbezug von Experten/innen in die Schule, die Vermittlung der Schüler/innen oder auch Eltern und Lehrer/innen in die Angebote Dritter sowie die Öffnung von Schule in den Sozialraum ergänzen die eigenen Angebote der Jugendsozialarbeiter/innen am jeweiligen Standort.